Universitätsklinik für Kardiologie
 
Arbeitsgruppen
 
Universitätsklinik für Kardiologie / Forschung
 
 
Prof. Dr. med. Axel Linke / Arbeitsgruppe
 
Mitarbeiter
Dr. med. Robert Höllriegel
Dr. med. Ephraim B. Beck
Dr. med. Norman Mangner
Felix Woitek

Ilka Schnabel (Sporttherapeutin, MDA)
Jaqueline Föhlisch (MDA)
Tina Fischer (MTA)
Sarah Werner (MTA)
 
Doktoranden
Conrad Schiefer
Katharina Machalica
Philipp Tippolt
Verena Martsch
Agnieszka Burman
Razvan Stativa
 
Themen der Arbeitsgruppe
  1. Endogene Regeneration durch Körperliches Training und pharmakologische Interventionen
  2. Perkutane Therapie von Klappenvitien
 
Thema 1:
Chronisch inflammatorische Aktivierung im Fettgewebe bei Adipositas: ein atherogener Faktor?

Hintergrund:
Eine chronische inflammatorische Aktivierung im peripheren als auch perivaskulären Fettgewebe könnte die kausale Verbindung zwischen Adipositas und erhöhten Atheroskleroserisiko. Dieser mögliche Kausalzusammenhang wird in einer kombinierten klinisch-molekularbiologischen Studie untersucht.
Arbeitsprogramm:
Dabei wird interventionell geprüft, ob sich molekulare Alterationen im peripheren sowie perivaskulären Fettgewebe durch körperliches Training allein oder in Kombination mit einer Sitagliptin- bzw. Metformintherapie bei Patienten mit Adipositas korrigieren lassen, ob sich durch diese Interventionen die veränderten Adipozytokinmuster beeinflussen lassen und ob daraus eine Verbesserung der Endothelfunktion resultiert. Dazu werden adipöse Patienten mit gestörter Glukosetoleranz und koronarer Herzkrankheit (KHK) in eine Studie mit 4 Therapiearmen eingeschlossen. (Gruppe 1: Training (n=30), Gruppe 2: Training und Sitagliptintherapie (n=30), Gruppe 3: Training und Metformintherapie (n=30), Gruppe 4: konventionelle Therapie).
Zu Studienbeginn, nach 4 und 24 Wochen erfolgen umfangreiche klinische Untersuchungen. Das Fettgewebe soll hinsichtlich morphologischer Veränderungen, der adipozytären Gen- und Proteinexpression und der Sekretionsmuster untersucht werden. Die klinische Charakterisierung der Patienten umfasst: Koronarangiographie zur Dokumentation der KHK, Spiroergometrie, euglykämisch-hyperinsulinämische Clamps, Messung der Endothelfunktion, K├Ârperfettbestimmung mittels DEXA-Scan und andere.
Dieses Projekt ist an die DFG-geförderte Klinische Forschergruppe KFO152 „Atherobesity“ angelehnt (www.atherobesity.de).

Rekrutierung endogener Stammzellen durch körperliches Training: Prävention der infarkt-assoziierten Herzinsuffizienz
Hintergrund:
Körperliches Training (KT) führt zur partiellen Korrektur der linksventrikulären Dysfunktion und verbessert die Prognose bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (CHI). Die zu Grunde liegenden Mechanismen sind allerdings nur unzureichend bekannt.
Die Betrachtung des Herzens als ausschließlich postmitotisches Organ wurde durch den Nachweis kardialer Stamm- und Progenitorzellen in Frage gestellt. Außerdem wurden im Knochenmark sowie im Blut Stamm- und Progenitorzellen identifiziert, die das Potential besitzen, geschädigtes Myokard zu regenerieren. Der Einfluss von körperlichem Training auf die Aktivierung myokardialer und im Blut zirkulierender Stammzellen bei chronischer Herzinsuffizienz ist bisher unbekannt und soll im Rahmen dieses Projektes eruiert werden.
Wir konnten kürzlich zeigen, dass kardiale Progenitorzellen in der Lage sind, infarziertes Myokard zur regenerieren [Linke et al., Proc Natl Acad Sci 2005]. Des weiteren konnten wir nachweisen, dass die intrakoronare Applikation von zirkulierenden Progenitorzellen bei Patienten mit erfolgreich rekanalisierten, chronischen Koronarverschlüssen zu einer Verbesserung der linksventrikulären Funktion führt [Erbs et al., Circ Res 2005]. Weiterhin weisen unsere Daten darauf hin, dass körperliches Training im Tiermodell als auch bei Patienten mit CHI eine Zunahme des Pools zirkulierender Stammzellen zur Folge hat.
Arbeitsprogramm:
In dem vorliegenden Projekt wollen wir an transgenen, chimeren Maus-Modellen untersuchen, ob 1) körperliches Training die Rekrutierung kardialer und zirkulierender Progenitorzellen zur Folge hat; 2) ob KT eine Differenzierung von Progenitorzellen in Kardiomyozyten, Endothelzellen und glatte Muskelzellen fördert; 3) ob KT dadurch eine endogene Regeneration funktionellen Myokards bei Tieren mit CHI induziert, 4) ob primärprophylaktisches KT durch die Aktivierung von Progenitorzellen das Auftreten einer infarktbedingten Herzinsuffizienz reduziert. Als Ergebnis erwarten wir, dass körperliches Training - als effektive therapeutische Intervention in der Primär- und Sekundärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen - bei Lebewesen mit definierten Gen-Pool endogene Progenitorzellen aktiviert, die in der Lage sind, kardiale Gewebeschäden zu regenerieren.

Thema 2:
Perkutane Therapie der Aortenklappenstenose

Hintergrund:
Die Aortenklappenstenose ist in erster Linie eine Erkrankung des alten Menschen. Daten aus epidemiologischen Evaluationen legen nahe, dass 5% der über 85jährigen Menschen eine Aortenklappenstenose aufweisen. Durch die zunehmende Lebenserwartung steigt innerhalb der nächsten Jahre insbesondere der Anteil der über 80jährigen in der Gesamtbevölkerung und somit auch die Anzahl jener Menschen, die einer Aortenklappenintervention bedürfen.
Die Standardtherapie der Aortenklappenstenose stellt der operative Aortenklappenersatz in Allgemeinnarkose mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine dar. Trotz der sinkender Operationsmortalität Hochbetagter, werden in Europa bis zu 30% der Patienten mit operationspflichtiger Aortenklappenstenose nicht dem lebenswichtigen Klappenersatz zugeführt.
Die katheterinterventionelle Aortenklappenimplantation stellt eine Therapiealternative zum konventionellen Aortenklappenersatz bei oben genannten älteren Hochrisikopatienten dar. Dieser kann ├╝ber einen transapikalen, einen transfemoralen Zugang bzw. über die A. subclavia erfolgen. Derzeit stehen zwei Systeme zur katheterinterventionellen Aortenklappenimplantation zur Verfügung, die die CE-Zulassung besitzen: das Medtronic CoreValve Revalving System und die EdwardsSAPIEN THV.
Arbeitsprogramm:
Im Rahmen mehrerer Studien wird in Kooperation mit den Kollegen der Klinik für Herzchirurgie die Sicherheit und Machbarkeit der perkutanen Therapie verschiedener Klappenvitien unter Verwendung CE-zugelassener sowie neuer Devices evaluiert.
 
Aktuelles
 
 
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 15.09.2017
7. Workshop
Interventioneller Verschluss des linken Vorhofohrs
 
 
 30.01.2018
30.01.-02.02.2018
The Leipzig Interventional Course
 
 
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