Universitätsklinik für Kardiologie
 
Arbeitsgruppen
 
Universitätsklinik für Kardiologie / Forschung
 
 
Dr. med. Ulrike Müller / Arbeitsgruppe
(gegründet von Dr. med. Claudia Walther)
 
Mitarbeiter

Dr. med. Ulrike Müller (Fachärztin für Innere Medizin)
Dr. med. Katharina Machaliza (Ass. - Ärztin)
Dr. med. Katharina Kirsch (Ass. - Ärztin)
Cand. med. Beatrice Bublitz
Cand. med. Luise Gaede
Cand. med. Anna Handmann
Cand. med. Achim Fiess
 
Thema

Steigerung der körperlichen Aktivität bei Schulkindern und dessen Einfluss auf das atherogene Risikoprofil bei Schulkindern

Im Vergleich zu den traditionellen Risikofaktoren wurde die Bedeutung körperlicher Aktivität für die primäre und sekundäre Prävention der koronaren Herzerkrankung nur ungenügend berücksichtigt. Insbesondere bei Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren eine deutliche Abnahme an körperlicher Aktivität verbunden mit einer gleichzeitigen Zunahme des Übergewichtes bemerkbar gemacht. Inzwischen gelten bis zu 25% der Schulkinder in Europa als übergewichtig, der Trend ist weiter steigend. Als einer der wichtigsten Ursachen für diese Entwicklung wird die Abnahme der körperlichen Aktivität diskutiert.
Körperliches Training ist einer der Hauptpfeiler der Primär- und Sekundärprävention bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen. Die protektive Wirkung auf das kardiovaskuläre System und die prognostische Bedeutung körperlicher Aktivität wurde in großen Kohortenstudien überzeugend dokumentiert und die zugrundeliegenden Mechanismen sind zumindest teilweise aufgeklärt.
Bei erwachsenen und älteren Menschen ist die Bereitschaft körperlich aktiv zu sein jedoch gering und nimmt mit zunehmendem Alter ab. Um ein hohes Niveau körperlicher Aktivität lebenslang zu erhalten, muß bei Kindern und Jugendlichen begonnen werden, diesen Lebensstil zu erzeugen und zu pflegen.
Ziel des Leipziger Schulprojektes ist es, durch gezieltes körperliches Ausdauertraining im Rahmen eines täglichen Sportunterrichts in Verbindung mit Unterrichtsstunden zur gesunden Lebensführung eine Steigerung der körperlichen Aktivität (gemessen anhand der maximalen Sauerstoffaufnahme VO2 max) der Schulkinder zu erreichen. Desweiteren sollen als sekundäre Studienvariablen der Einfluss täglichen intensivierten Sportunterrichts auf das atherogene Risikoprofil, gemessen anhand verschiedener Parameter untersucht werden.
Das Leipziger Schulprojekt wurde 2005 an drei Schulen begonnen, mittlerweile nehmen 18 Klassen aus verschiedenen Schulen in Leipzig und Chemnitz an diesem Projekt teil. Die ersten Teilergebnisse zeigten eine deutliche Verbesserung der körperlichen Fitness bei den Kindern die täglichen Sportunterricht hatten, zusätzlich zeigte sich ein positiver Effekt auf die endothelialen Progenitorzellen - ein Surrogatparameter für das kardiovaskuläre Risiko (Walther et al. Eur J Cardiovasc Prev Rehab 2008, Walther et al. Circulation 2009).
Das Projekt ist als Langzeitstudie angelegt, da insbesondere der Einfluss eines täglichen Sportunterrichts auf die Einstellung zu Sport und körperlicher Aktivität, sowie auf die Entwicklung kardiovaskulärer Risikofaktoren nach dem Verlassen der Schule untersucht werden soll.
Desweiteren werden verschiedene Laborparameter des kardiovaskulären Risikoprofils analysiert.
Zusammen mit der sportwissenschaftlichen Fakultät (Frau Prof. Alfermann) werden psychosoziale Aspekte analysiert.
 
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