Universitätsklinik für Kardiologie
 
Arbeitsgruppen
 
Universitätsklinik für Kardiologie / Forschung
 
 
Priv. - Doz. Dr. med. habil. Sandra Erbs / Arbeitsgruppe
 
Mitarbeiter

Dr. Johannes Wilde
Dr. Norman Mangner
Dr. Julia Claus
Friederike Noack
Jenny Adam
 
Thema der Arbeitsgruppe

"Vaskuläre Alterationen bei verschiedenen Erkrankungen / Endotheliale Dysfunktion / Klinische Stammzellforschung"
 
Endotheliale Dysfunktion allgemein:

Bereits das Vorhandensein kardiovaskulärer Risikofaktoren ist mit dem Auftreten einer generalisierten Endotheldysfunktion assoziiert. Unabhängig von der zu Grunde liegenden Erkrankung ist die Ursache der Endotheldysfunktion stets die verminderte Bioverfügbarkeit endothelial synthetisierten Stickstoffmonoxids (NO) an der glatten Gefäßmuskulatur, wodurch das physiologische Gleichgewicht zwischen Vasodilatation und Vasokonstriktion verschoben wird. Neben einem vorzeitigen NO-Abbau, getriggert z.B. durch erhöhten oxidativen Stress, ist auch eine verminderte NO-Produktion, z.B. auf Grund einer Aktivitätsminderung der endothelialen NO-Synthase, genetischen Veränderungen des Enzyms oder eines Substratmangels als Ursache der Endoheldysfunktion zu nennen.
Eine derartige Störung der Endothelfunktion gilt zum einen als conditio sine qua non in der Pathogenese der Arteriosklerose und geht dieser oft um Jahre asymptomatisch voraus. Zum anderen wurde sie als unabhängiger Prädiktor kardiovaskulärer Ereignisse identifiziert. Daher ist die Korrektur der Endotheldysfunktion im Rahmen der Primär- und Sekundärprävention der koronaren Herzerkrankung und auch der chronischen Herzinsuffizienz von entscheidender klinischer Relevanz.
Durch die therapeutische Beeinflussung der Endotheldysfunktion, mit der in der Regel auch antioxidative und antiinflammatorische Prozesse einhergehen, werden nicht nur zentrale hämodynamische Parameter (Reduktion der Nachlast) korrigiert, sondern auch die Progression der Arteriosklerose verzögert. Dies wiederum trägt zu einer besseren Langzeitprognose von Patienten mit koronarer Herzerkrankung oder mit chronischer Herzinsuffizienz bei.
 
Vaskuläre Alterationen bereits bei Kindern:

Autoptische Studien konnten nachweisen, dass erste morphologische Veränderungen der Arterien bereits im zweiten Lebensjahrzehnt auftreten. Das Ausmass dieser sog. "fatty streaks" korrelierte hierbei mit Risikofaktoren wie z.B. dem Vorliegen einer Adipositas.
Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Antje Körner der Universitätskinderklinik nehmen wir an dem DFG-geförderten Sonderforschungsbereich "SFB 1052 - Obesity mechanisms" teil. In dem durch uns unterstützten Teilprojekt werden frühe kardiovaskuläre Veränderungen bei Kindern mit Adipositas untersucht. Nähere Informationen können Sie der Homepage des SFB (www.sfb1052.de) sowie der Homepage der dem SFB vorangegangenen Klinischen Forschergruppe, an der wir ebenfalls teilnehmen (www.atherobesity.de) entnehmen.
 
Therapie der Endotheldysfunktion:

Neben etablierten medikamentösen Maßnahmen, wie z.B. einer Therapie mit AT-Antagonisten und Statinen ist körperliches Training als adjuvanter Therapieansatz in der Lage, die Endotheldysfunktion bei einer Vielzahl kardiovaskulärer Erkrankungen zu korrigieren, wobei hier auch genetische Alterationen der endothelialen NO-Synthase eine Rolle zu spielen scheinen.
Körperliches Training als Therapieansatz hat in der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie des Herzzentrums eine lange Tradition und ist seit 1994 fester Bestandteil der Forschung.
Ein aktuelles Projekt dieser Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Korrektur der akuten Endotheldysfunktion nach ST-Strecken-Hebungsinfarkt (STEMI) durch ein frühes intensives Ausdauertraining.
 
Klinische Stammzellforschung:

Der endogenen Endothelregeneration steht die Reparatur geschädigter Gefäße durch die autologe Transplantation zirkulierender oder aus dem Knochenmark isolierter Progenitorzellen gegenüber, die sich in ersten doppelblinden, placebokontrollierten Studien als sicher, machbar und vor allem hoch effizient erwiesen hat.
Geplant ist aktuell die Teilnahme des Herzzentrums an der BAMI-Studie, welches die erste kontrollierte Outcome-Studie auf dem Gebiet der intrakoronaren Zelltherapien beim akuten Myokardinfarkt darstellt (www.bami-fp7.eu/ oder clinicaltrials.gov/show/NCT01569178)
 
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